- Ort:
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Kassel
- Bauherrschaft:
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Baugruppe U10, Kassel
- Architektur:
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foundation 5+ architekten, Kassel
- Freiraumplanung:
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foundation 5+ architekten, Kassel
Das Suffizienzhaus U10 ist ein fünfstöckiger Massivholzbau, welcher eine letzte Baulücke im neuen Martini-Quartier des gründerzeitlichen Kasseler Stadtteils Vorderer Westen schließt. Das Gebäude mit sieben Wohnungen verzichtet bewusst auf ein Kellergeschoss und bietet dafür auf dem Dach eine gemeinschaftliche Terrasse sowie Waschküche und Abstellraum. Die sehr einfache Konstruktion mit außenliegender Erschließung erzeugt eine klare Grundrissstruktur, die eine maximale Nutzungsflexibilität für verschiedene Lebensentwürfe ermöglicht. Der Holzbau weist eine geringe Deckenspannweite auf. Eine aufgelöste Wandscheibe dient als tragende Mittelachse für maximale Flexibilität bei der Grundrissaufteilung.
Das Projekt hat das Thema „Reduce“ konsequent umgesetzt. So wurde ein hoher Anteil an gebrauchten oder fehlproduzierten Bauteilen bzw. Produktionsresten verbaut, darunter Innentüren, Heizkörper, Sanitärobjekte, Geländer, Fenster und Fassadenplatten. Aber auch Altmaterialien wie Klinker, Wellblech, Schieferplatten, Fliesen und Betonplatten wurden verwendet.
Das Gebäude entspricht dem Effizienzhaus KfW 55 EE. Erwähnenswert ist, dass Regenwasser zu 100 % aufgefangen und für Toilettenspülung und Gartenbewässerung genutzt wird oder versickert. Das experimentelle Bauen mit Produktionsresten, gebrauchten oder fehlproduzierten Bauteilen verringerte die CO2-Emissionen deutlich. Entstanden ist ein ressourcenschonendes und kostengünstiges urbanes Gebäude zum gemeinschaftlichen Wohnen.

