- Ort:
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Bremen
- Bauherrschaft:
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PROCON‑Gruppe, ELB Real Estate, Bremen
- Architektur:
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LP 1-5 Schönborn Schmitz Architekten BDA, Berlin
LP 6-9 PROCON Realisierungsgesellschaft, Bremen
- Freiraumplanung:
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Anke Deeken, Bremen
Auf dem Gelände des ehemaligen Hartmannstifts in Bremen Vegesack wurde der historische und stadtbildprägende Altbau des ehemaligen Krankenhauses durch sechs Backsteinbauten ergänzt. Besonders anerkennend ist das städtebauliche Konzept und die räumliche und gestalterische Einbindung der historischen Bausubstanz. Zudem würdigt die Jury vor allem die ruhige und qualitätvolle Gestaltung der ortstypischen Ziegelfassaden.
Entstanden sind 75 Wohnungen, die sich aus unterschiedlichen Wohnungsgrößen, inklusivem Wohnraum, betreutem Wohnen und rollstuhlgerechten Wohnungen zusammensetzen. 48 % der Wohnungen sind gefördert. Ergänzt wird die Wohnnutzung durch eine KITA und eine Tagespflege. Da der ruhende Verkehr über zwei randlich erschlossene Tiefgaragen aufgefangen wird, ist das Quartier vollkommen autofrei und verfügt über eine hohe Aufenthaltsqualität. Zudem wird Erhaltung, Einbindung und Ergänzung des vorhandenen Baumbestandes als deutlicher Mehrwert für das Quartier angesehen.
Die Wärmeerzeugung erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, ergänzt durch einen Brennwertgaskessel zur Abdeckung der Spitzenlast. Die Heizungsanlage wird zusätzlich durch Flachkollektoren auf den Dächern unterstützt. Das Projekt ist aus Sicht der Jury unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und bei Beachtung neuer sozialer und energetischer Herausforderungen für eine qualitätvolle Nachverdichtung in gewachsenen Lagen beispielgebend.

