- Ort:
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Eberswalde
- Bauherrschaft:
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Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG, Eberswalde
- Architektur:
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Frank Zimmermann Architekt, Cottbus
- Freiraumplanung:
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Senator. Die Project Management Service GmbH, Dresden
Im Brandenburgischen Viertel von Eberswalde drohte 2017 der Rückbau: Bei einem hohen Leerstand von 20 % standen 12 Häuser der Wohnungsgenossenschaft 1893 vor dem Abriss. Statt des Rückzugs wagte die Genossenschaft den Aufbruch und hat fünf P1-Plattenbauten mit 174 Wohnungen architektonisch, energetisch, sozial und atmosphärisch neu gedacht.
In beeindruckender Weise vereint dieses Projekt ökologische Innovation mit gelebter kultureller Identität: Die Umsetzung des Schwammstadtprinzips verbessert nachhaltig das Mikroklima, die Verlagerung des Verkehrs in ein Parkhaus schafft einen ruhigen, qualitätsvollen Innenhof, der durch Holzstege strukturiert und erlebbar gemacht wird. Offene Laubengänge mit Aufzügen und großzügigen Fenstern verwandeln dunkle Treppenhäuser in helle, einladende Begegnungsräume.
Mit 35 vielfältigen Grundrissvarianten, 14 barrierefreien Wohnungen und 110 belegungsgebundenen Einheiten setzt das Projekt ein Zeichen für soziale Durchmischung – und das zu Mieten unter 8 €/m² (freifinanziert).
Mit einem fortschrittlichen Baustellenmanagement, transparenter Mieterkommunikation und einer klugen Quartiersvermarktung hat die Genossenschaft ein ehemals tristes Viertel in ein lebendiges, offenes Quartier verwandelt. Die Jury würdigt den Mut, bei tragbaren Kosten Baukultur, Klimaschutz und sozialen Anspruch zu verbinden – ein Projekt mit Vorbildcharakter für den Aufbruch im Plattenbaubestand.

