- Ort:
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Bremerhaven
- Bauherrschaft:
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GEWOBA AG Wohnen und Bauen, Bremen
- Architektur:
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Spengler Wiescholek Architektur//Stadtplanung PartGmbB, Hamburg
- Freiraumplanung:
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A24 Landschaft Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin;
p+t planung stadt land freiraum | protzke + theiling GbR, Bremen
Auf dem Gelände des ehemaligen Kalksandsteinwerks in Bremerhaven entstand in Kooperation der Wohnungsgesellschaften GEWOBA und STÄWOG ein beispielhaftes Ensemble für die Transformation industrieller Brachen. Das Projekt umfasst zwei baugleiche, U-förmige Gebäude mit fünf bis sieben Geschossen, die das denkmalgeschützte Umfeld an der Geeste städtebaulich neu ordnen. Ein Gebäude bietet 66 geförderte Wohnungen, während das baugleiche Pendant frei finanziert wurde, was eine ausgewogene soziale Durchmischung sicherstellt.
Die Architektur besticht durch expressive Fassaden zur Wasserseite, geprägt durch markante „Schwalbennester“ und ein großzügiges Balkonregal. Die kräftig rot verfugte Klinkerfassade und berankte Laubengänge betonen den Aufbruch im Quartier und schaffen eine harmonische Verbindung zum angrenzenden Goetheviertel. Das Ensemble erfüllt den Standard KfW 55 EE und wird vollständig mit erneuerbarer Energie über Fernwärme versorgt. Ökologische Akzente setzen zudem extensive Dachbegrünungen, integrierte Nisthöhlen sowie eine minimierte Versiegelung der Freiflächen. Durch die zeitgleiche Realisierung der Zwillingsgebäude und die Nutzung serieller Planungselemente wurden erhebliche Synergien im Bauprozess erzielt.
Das Projekt dient als Vorbild für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums in bevorzugten Lagen und die Revitalisierung urbaner Uferzonen, die durch die Neuordnung wieder für die gesamte Bevölkerung zugänglich gemacht wurden.

