Deutscher Bauherrenpreis

Hohe Qualität – Tragbare Kosten im Wohnungsbau

Auslobung

Der Deutsche Bauherrenpreis ist in der Fachwelt anerkannt als wichtigster Preis im Bereich des Wohnungsbaus in Deutschland und wird auch dieses Jahr wieder ausgelobt. Ab Montag, 01.04. 2019 um 12:00 Uhr können sich die Bewerber unter www.einreichung-deutscherbauherrenpreis.de online für die Teilnahme registrieren. Die Bewerbung erfolgt ausschließlich über das Onlineportal.

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Allgemeine Zielsetzung

Die Wohnungsmärkte entwickeln sich rasant und differenzieren sich an unterschiedlichen Standorten aus. Qualitätsvoller und zugleich wirtschaftlicher Wohnungsbau ist als zentrales Thema in das Bewusstsein der Öffentlichkeit und Politik gerückt. Er hat an Bedeutung gewonnen in Anbetracht

  • sich unterschiedlich entwickelnder Wohnungsmärkte mit partiellen Leerständen und parallel wachsender Nachfrage nach Wohnraum bei gleichzeitig steigenden Qualitätsansprüchen,
  • ­der Anforderungen an den Beitrag des Wohnungsbaus zum Klimaschutz und zur Steigerung der Energieeffizienz,
  • ­der Aufgaben des Stadtumbaus sowie der Modernisierung und Weiterentwicklung des Wohnungsbestandes,
  • ­der Notwendigkeit, für die jüngere Generation und Familien genauso wie auch für ältere Menschen bezahlbare Wohnungen mit zukunftsfähigen Standards bereitzustellen.

Der Wettbewerb würdigt verantwortungsvolle Bemühungen, Wohnungen und Quartiere in hoher Qualität und zu tragbaren Kosten zu bauen bzw. zu erneuern.

Ziel des Wettbewerbs ist es,

  • ­die Rolle der Bauherren als richtunggebende Partner hervorzuheben, ihre besondere Verantwortung sowohl für die wirtschaftliche als auch für die gestalterische, ökologische und soziale Qualität der Bauwerke und ihrer städtebaulichen Einbindung herauszustellen,
  • ihren Beitrag zur Hebung der Baukultur und Gestaltqualität unter Mitwirkung von qualifizierten Architekten, Landschaftsarchitekten und Fachingenieuren zu würdigen,
  • ­Ansätze der Integration verschiedener Gruppen hervorzuheben,
  • ­Ansätze zur Kostensenkung durch städtebauliche Planung, Erschließung, Freiraum, Gebäudeentwurf und Kooperation aller Beteiligten zu würdigen, 
  • ­beispielhafte und innovative Lösungen, die in der Praxis breite Anwendung finden könnten, auszuzeichnen,
  • ­den Mut zum Experiment und die Bereitschaft zur Praktizierung neuer Formen der Zusammenarbeit vor Ort zu fördern.

 

Auslober

  • GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen
  • Klingelhöferstraße 5, 10785 Berlin
  • Bund Deutscher Architekten BDA 
  • Wilhelmine-Gemberg-Weg 6, 10179 Berlin
  • Deutscher Städtetag (DST) 
  • Gereonstraße 18-32, 50670 Köln
  • vertreten durch die Arbeitsgruppe KOOPERATION GdW-BDA-DST

Ziel der Arbeitsgruppe KOOPERATION ist seit ihrer Gründung im Jahr 1981 die Stärkung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit von Kommunen, Wohnungsunternehmen, freiberuflichen Architekten und anderen Planern auf Bundesebene und vor Ort, um auf vielfältige Weise einen Beitrag zur Lösung der aktuellen Probleme im Wohnungs- und Städtebau zu leisten.

Partner

  • Kooperationspartner
  • Bund Deutscher Landschaftsarchitekten BDLA
  • Förderung
  • Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
  • Medienpartner
  • BundesBauBlatt
  • Die Wohnungswirtschaft
  • Der Architekt

 

Teilnahmeberechtigung, zugelassene Projekte

Teilnahmeberechtigt sind alle privaten und öffentlichen Bauherren wie Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften, Investoren, Bauherrengruppen, Kommunen und Bauträger. Außerdem können sich Architekten und weitere am Projekt beteiligte Planer in Abstimmung mit ihren Bauherren bewerben. 

Zugelassen sind ausschließlich Projekte, die in der Bundesrepublik Deutschland zwischen dem 01.01.2015 und dem 31.03.2019 realisiert wurden. Es ist möglich mehrere Projekte einzureichen.

Die sehr unterschiedlichen städtebaulichen, immobilien- und wohnungswirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den verschiedenartigen Teilräumen der Republik erfordern jeweils ganz spezifische Konzepte und Lösungsansätze, durch die ein Projekt im jeweiligen regionalen Kontext von der Jury als vorbildlich und beispielgebend identifiziert werden kann. Zur Teilnahme aufgefordert sind ausdrücklich Projekte aus allen Regionen Deutschlands. 

Mit dem Deutschen Bauherrenpreis 2020 können folgende Wohngebäude ausgezeichnet werden:

  • ­Miet- und Eigentumswohnungen im Geschossbau und im städtebaulichen Kontext stehende Einfamilien- / Reihenhäuser, die in Gruppen, Quartieren oder Siedlungen neu gebaut, modernisiert, umgebaut oder erweitert und neuen Wohnbedürfnissen angepasst worden sind
  • kombinierte Wohn- und Geschäftshäuser, die überwiegend für Wohnzwecke neu gebaut, modernisiert, umgebaut, ergänzt und / oder umgenutzt worden sind
  • ­ehemals anderweitig genutzte Altbauten, die überwiegend für Wohnzwecke umgebaut, ergänzt und / oder umgenutzt worden sind 
  • historische und denkmalgeschützte Wohngebäude und -anlagen, die modernisiert, umgebaut oder erweitert und neuen Wohnbedürfnissen angepasst worden sind
  • Vom Wettbewerb ausdrücklich ausgeschlossen sind nicht in den städtebaulichen Kontext eingebundene freistehende Einzelbauten.

Beurteilungskriterien

Die eingereichten Projekte werden nach folgenden übergeordneten Kriterien beurteilt und bewertet:

  • Wirtschaftlichkeit und tragbare Kosten
  • Baukostenoptimierung im Spannungsfeld zwischen kostengünstigen Lösungen sowie langlebigen Materialien und Detailausbildungen
  • regionalbezogen günstige Baukosten
  • angemessene Folgekosten für Bewirtschaftung und Instandhaltung
  • vertretbare Energie- und Umweltkosten
  • kostenbewusste Handhabung von Normen und Vorschriften 

Städtebau

  • ­vorbildliche Einbindung in den städtebaulichen, landschaftlichen und historischen Kontext
  • ­sensibler Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz
  • ­ggf. besonderer Beitrag zum Denkmalschutz
  • ­innovatives stadttechnisches und Verkehrskonzept

Freiraum

  • ­hohe Qualität der Freiräume
  • ­vielfältiges und nutzerfreundliches Freiraumangebot
  • ­Berücksichtigung des Stadtgrüns und stadtökologischer Erkenntnisse 

Architektur

  • ­qualitätvolle Bauwerksgestaltung
  • ­standortgerechte Materialwahl
  • ­vorbildliche Details und Konstruktionen
  • ­hohe Funktionalität und gute Grundrisse
  • ­Ressourcenschonung und Dauerhaftigkeit in ganzheitlicher Betrachtung

Energieeffizienz und Klimaschutz

  • ­Nutzung erneuerbarer Energien
  • ­Zusammenspiel verschiedener Energieerzeuger
  • ­Vernetzung gebäudebezogener, quartiersbezogener und gesamtstädtischer Maßnahmen
  • ­Berücksichtigung klimatischer Effekte 

Bauprozess und -logistik

  • ­innovative und kostengünstige (Systembau-)Bauweisen
  • ­zügige Baustellenabwicklung
  • ­fortschrittliche Logistik der Baustelle
  • ­erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Planung und Ausführung

Sozialer Anspruch

  • ­Beitrag zur Schaffung bezahlbarer Wohnverhältnisse
  • ­Beitrag zum Zusammenleben verschiedener Generationen, Bewohnergruppen und Ethnien
  • ­Bezug zur sozialen Infrastruktur, zum Wohnumfeld und zum Freiraum
  • ­Beitrag zur Stabilisierung von Nachbarschaften
  • ­Anpassbarkeit von Wohnungsgrundrissen an Lebenszyklen und demografische Entwicklung
  • ­Eignung für Familien mit Kindern

Kooperationen und innovative Konzepte der Zusammenarbeit

  • ­mit Politik, Verwaltung und verschiedenen Planungsebenen
  • ­mit Mietern und anderen Nutzern
  • ­mit Trägern der sozialen Arbeit
  • ­durch Gruppenbildung und neue Kooperationsverfahren (Bauherrengemeinschaften, Selbsthilfe etc.)

Bei der Beurteilung können besonders gelungene Einzelaspekte in einem oder mehreren Kriterien hervorgehoben werden.

 

Bewerbung, einzureichende Unterlagen

Die Bewerbung zum Wettbewerb erfolgt ausschließlich über ein Onlineportal (www.einreichung-deutscherbauherrenpreis.de). Ab Montag, 01.04.2019 um 12:00 Uhr können sich die Teilnehmer online registrieren und in einem personalisierten Uploadbereich anmelden, um die erforderlichen Projektdaten (u.a. Kennzahlen, Plandateien, Fotos, Textmaterial) hochzuladen. Die eingegebenen Daten lassen sich bis zum endgültigen Dateneingabeschluss beliebig oft anpassen. Die Schließung des Onlineportals erfolgt am Dienstag, 11.06.2019 um 18:00 Uhr. Aus den hochgeladenen Objektdaten wird automatisch ein DIN A0-Plakat nach vorgegebenen Layout generiert, welches der Jury zur Verfügung gestellt wird. 

Aus den eingereichten Unterlagen muss eine ganzheitliche Bewertung des Projekts im Hinblick auf die o.g. Beurteilungskriterien möglich sein. Bei Modernisierungsvorhaben sollten der Vorher- und der Nachher-Zustand nachvollziehbar sein. Im Zuge einer Vorprüfung wird die Plausibilität der angegebenen Kosten- und Energiekennwerte geprüft. Die Auslober behalten sich vor, für die Bewertung notwendige Unterlagen und Erläuterungen nachzufordern. Die Bewerber haben keinen Anspruch auf Nachforderung. 

Die Teilnehmer werden bei der Registrierung (auf dem Onlineportal) aufgefordert, in die Nutzungs- und Urheberrechte einzuwilligen. Mit der Einwilligung erfolgt die Bestätigung der Rechteinhaberschaft an den übersandten Werken, die Nutzungsrechteeinräumung sowie die Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten.

 

Verfahren

Ein Auswahlgremium der ersten Stufe, dem die Mitglieder der Arbeitsgruppe KOOPERATION GdW-BDA-DST angehören, wird aus den eingereichten Projekten eine Vorauswahl von höchstens einem Drittel der eingereichten, jedoch von mindestens 60 Arbeiten treffen. 

  • Aus diesen Arbeiten der Engeren Wahl wird in der zweiten Stufe des Wettbewerbs eine Jury jene Projekte auswählen, die
  • für den Deutschen Bauherrenpreis nominiert werden

mit einem Deutschen Bauherrenpreis ausgezeichnet werden.

Bis zu 11 Projekte können aus bis zu 33 nominierten Vorhaben mit dem Deutschen Bauherrenpreis ausgezeichnet werden. Um der möglichen Vielfalt der Projekte gerecht zu werden, kann die Jury nach Sichtung der Beiträge übergeordnete Kategorien festlegen, denen die Nominierungen zugeordnet werden.

Die Jury der zweiten Stufe des Wettbewerbs besteht aus Vertretern von GdW, BDA, DST, dem Bauministerium sowie dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten BDLA. 

 

Auszeichnung, Veröffentlichung

Alle ausgezeichneten Projekte erhalten eine Urkunde für die maßgeblich am Werk beteiligten Partner (Bauherren, Stadtplaner, Architekten, Landschaftsarchitekten, Ingenieure, Sozialplaner) und eine Bronze-Plakette des Künstlers und Architekten Stefan Schwerdtfeger, Hannover, die am Gebäude angebracht werden kann. Die Preisverleihung findet am 19.02.2020 im Rahmen der Berliner Baufachmesse Bautec statt.

Es ist vorgesehen, die für den Deutschen Bauherrenpreis 2020 nominierten Projekte – neben der Veröffentlichung auf der Homepage des Deutschen Bauherrenpreises – in einer Broschüre und in Kurzportraits zu publizieren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auch die Zeitschriften der Medienpartner werden über das Ergebnis des Deutschen Bauherrenpreises 2020 berichten.