- Ort:
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Mülheim an der Ruhr
- Bauherrschaft:
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SWB-Service- Wohnungsvermietungs- und -baugesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr
- Architektur:
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Druschke NxT Architektur GmbH, Duisburg
- Freiraumplanung:
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Förder Landschaftsarchitekten GmbH, Essen
Der Umbau des Quartiers Elisabeth-Selbert-Straße zeigt eine gelungene Aufwertung einer monostrukturierten Wohnsiedlung aus den 1960er Jahren. Durch die Kombination aus der Modernisierung von drei Bestandsgebäuden und dem Rückbau von drei weiteren, entsteht mit der Nachverdichtung durch die insgesamt sechs neuen Punkthäuser ein durchlässiges, lebendiges Quartier. Die vormals geschlossene Straßen- kante wird durch die Neubauten geöffnet.
Aufgrund des starken Geländegefälles konnten zwei Tiefgaragen kosteneffizient integriert werden. Die darüberliegenden Flächen sind begrünt und öffentlich zugänglich. Sie bringen Aufenthaltsqualität in den vormals nahezu ungenutzten Freiraum und schaffen eine neue Quartiersmitte.
Die 72 Wohnungen, alle öffentlich gefördert, weisen eine Vielzahl unterschiedlicher Grundrisstypen auf. Sie tragen damit zu einer demografischen und sozialen Diversität im Wohnquartier bei. Die Neubauten wurden im KfW-55-Standard mit einem hybriden Energieversorgungssystem umgesetzt. 38 Erdsonden liefern über Wärmepumpen den Großteil der Heizenergie. In Spitzenlastzeiten greift zusätzlich ein Fernwärmeanschluss. Eine PV-Anlage im Mieterstrommodell reduziert die Energiekosten für alle Bewohnenden des Quartiers und ist ein weiterer Baustein sozialer Nachhaltigkeit.
Durch die Kombination aus Alt und Neu ist in Mülheim an der Ruhr ein ganzheitliches, modernes Quartier mit einer gemeinsamen Identität und hohen Aufenthaltsqualitäten entstanden.

