- Ort:
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Berlin
- Bauherrschaft:
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degewo AG, Berlin
- Architektur:
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S & P Sahlmann Planungsgesellschaft für Bauwesen mbH, Potsdam
- Freiraumplanung:
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freianlage.de Landschaftsarchitektur Grünmüller & Staiger GbR, Potsdam
In Großwohnsiedlungen weitere Hochhäuser zu ergänzen, stößt nicht überall auf Gegenliebe. Das neue Wohnhochhaus in der Berliner Gropiusstadt mit 19 bzw. 21 Geschossen zeigt aber sehr eindrücklich, dass das ein höchst sinnvoller Weg der Nachverdichtung zur Beseitigung des Wohnungsmangels sein kann.
Nicht nur, weil es sich städtebaulich ganz selbstverständlich in seine Nachbarschaft einfügt, sondern auch, weil es mit seiner sensiblen zweigeteilten gestalterischen Gliederung das architektonische Bild bereichert und darüber hinaus dank Anschlussmöglichkeit an ein überwiegend regenerativ betriebenes Fernwärmenetz energetisch überzeugt. Trotz des kleinen Fußabdrucks sind immerhin 151 neue Wohneinheiten, davon 50 % gefördert, entstanden. Die umliegenden Freiflächen konnten so für mehr Aufenthaltsqualität und Regenwasserversickerung erhalten bleiben.
Das Hochhaus leistet aber noch mehr: Durch den Neubau können im Quartier attraktive, barrierearme und kleinere Wohnungen für Ältere und besondere Personengruppen offeriert und mit sehr ambitionierten Angeboten für Familien und Wohngemeinschaften kombiniert werden. Sozial gestützt wird das durch einen flexibel nutzbaren Gemeinschaftsraum und ein von vorneherein bedachter Concierge. Dass dabei die Kosten im Rahmen des überwiegend sozialen Wohnungsbaus auf einem für die Typologie erstaunlich niedrigen Niveau gehalten werden konnten, ist maßgeblich auf die überlegte Planung und den weitgehenden Verzicht auf neue Stellplätze zurückzuführen.

