Deutscher Bauherrenpreis

Hohe Qualität – Tragbare Kosten im Wohnungsbau

henA. Quartiersgebäude am Hechinger Eck, Tübingen

Ort:

Tübingen

Bauherrschaft:

henA. Bauherrschaftengemeinschaft. GWG Tübingen, Stadt Tübingen, AHT Tübingen

Architektur:

Architektur: Schwille Architektenpartnerschaft mbB, Reutlingen

Freiraumplanung:

freiraumconcept. sinz-beerstecher + böpple Landschaftsarchitekten PartGmbB, Rottenburg

 

Das „HenA“ markiert als Kopfbau den Auftakt des neuen Quartiers „Hechinger Eck Nord“ in der Tübinger Südstadt. Ein kompakter, klar gegliederter Baukörper setzt ein deutliches Zeichen für einen zeitgemäßen Holz-Hybridbau im städtischen Kontext. Er bündelt im Erdgeschoss Schule, Aufenthalts- und Bewegungsflächen sowie gewerbliche Nutzungen, darüber die ruhigeren Bereiche von Pflegeheim und geförderten Wohnungen. Vertikal strukturierte Metallfassaden und präzise gesetzte Öffnungen übersetzen die innere Ordnung nach außen und verleihen dem großen Volumen Maßstab, Tiefe und eine eigenständige Identität.

Die Integration einer Schule als Ankernutzer leistet einen wesentlichen Beitrag zur Belebung des Umfelds. Trotz des komplexen Nutzungsmixes und der hohen baulichen Qualität demonstriert das Vorhaben tragfähige Kosten, die im Ergebnis auch für die Bewohner leistbar sind. Alle 29 Wohnungen sind gefördert. Damit wird ein wichtiges Signal für bezahlbares Bauen in der Universitätsstadt gesetzt. Energetisch überzeugt das Gebäude durch eine effiziente Hülle im KfW-40-Standard, die Nutzung von Fernwärme und Photovoltaik und geringe CO2-Emissionen.

Das Objekt stellt insgesamt einen besonderen Stadtbaustein dar, der maßgeblich auf die enge Kooperation zwischen der Stadt Tübingen und der Wohnungswirtschaft zurückzuführen ist. Diese Zusammenarbeit ermöglichte ein multifunktionales Konzept mit Vorbildfunktion.