- Ort:
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Freiberg
- Bauherrschaft:
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Wohnungsgenossenschaft Freiberg eG, Freiberg
- Architektur:
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Schettler & Partner PartGmbB, Weimar
- Freiraumplanung:
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Schettler & Partner PartGmbB, Weimar;
plandrei Landschaftsarchitektur GmbH, Erfurt
Das Projekt in Freiberg setzt auf einer innerstädtischen Brache einen neuen, vermittelnden Akzent zwischen dem Plattengebiet Friedeburg und der historischen Altstadt. Auf die Topographie eines Hanggrundstücks wird mit einer terrassierten Abfolge von vier gleichen Baukörpern mit 67 barrierefreien Wohnungen reagiert. Die städtebauliche Lösung ist nach Ansicht der Jury diskussionswürdig, auch wenn die Freiraumgestaltung mit den begrünten Aufenthaltsflächen durchaus positive Akzente setzt, die durch Auslagerung von Stellplätzen in einem nahen Parkdeck möglich wird. Der soziale Anspruch wird durch den hohen Anteil an familiengerechten 3- und 4-Zimmer-Wohnungen (79 %) gerecht. Energetisch punktet das Vorhaben durch eine hochwertige thermische Gebäudehülle. Eine Photovoltaik-Nutzung auf den bereits begrünten Dächern ist zumindest als Nachrüstvariante vorgesehen.
Trotz des anspruchsvollen Standorts konnten die Wohnungen durch eine kompakte Bauweise und optimierte Erschließung zu einer Nettokaltmiete von 12 €/m² angeboten werden. Das zeigt, dass hochwertiger Wohnraum auch in einer Mittelstadt zu tragbaren Kosten realisierbar ist. Hervorzuheben ist auch der Mut, dass eine örtliche Genossenschaft erstmalig ein komplexes Neubauvorhaben realisiert, um das Wohnungsangebot vor Ort zu erweitern. Insgesamt stellt der „Freiberger Garten“ einen wertvollen Beitrag dar, um zu zeigen, dass auch schwierige Lagen für den dringend benötigten Wohnungsbau entwickelt werden können.

